EN
What is Køpi?
Køpi was squatted in February 1990, in the rubble and remnants of a post-war Berlin, next to what was once the Berlin wall shortly after it had fallen. At the beginning the space was unusable, but a small group of dedicated squatters built what would eventually become a place for activists, artists, musicians, and freaks living and creating in the building and Køpiplatz (our beloved wagenplatz that was evicted in October, 2021).
36 years later, Køpi has remained an autonomous space for living, as well as a variety of collectives. Our structure is not centralised; we have several non-commercial spaces for music, performances, soli gatherings, films, infoshop, practice and recording rooms, a sportshalle, climbing room, as well as screenprinting and other workshops, who all independently organise and meet. However, together as Køpi project, we are one of the biggest self-organised spaces in central Berlin. Sadly, this is also due to rapid gentrification, and the evction of other left wing places. Køpi itself has also faced a number of threats, the last being the eviction of the Køpiplatz, that has left us devastated until today.
But even after our collective got torned apart, we remain standing, and hope to continue for many more years.
We have spent years building up our project; we have chosen to live and organise in a way that defies the normal standards of city life. We have maintained all of this on our own without asking for a single cent from the government or any institutions. It took time and dedication to create and we continue to put all of our effort into maintaining and running it day by day.
Solidarity is our weapon, the struggle for our home continues!
DE
Was ist Køpi?
Die Køpi wurde im Februar 1990 besetzt – in den Trümmern des Nachkriegs-Berlins, direkt neben dem was einst die Berliner Mauer war. Anfangs war der Ort unbenutzbar, doch eine kleine Gruppe engagierter Besetzer*Innen baute ihn zu dem auf, was schließlich ein Ort für Aktivist*Innen, Künstler*Innen, Musiker*Innen und Freaks wurde. Diese lebten, tobten sich kreativ aus und bauten sowohl das Gebäude wie auch den Køpiplatz (unserem geliebten Wagenplatz, der im Oktober 2021 geräumt wurde) aus.
36 Jahre später ist die Køpi noch immer ein autonomer Freiraum für Menschen die dort wohnen, wie auch für zahlreiche Kollektive die diesen Ort nutzen. Unsere Struktur ist nicht zentral organisiert. Es gibt verschiedene nicht-kommerzielle Räume für Konzerte, Performances, Soli-Veranstaltungen, Filmabende, einen Infoladen, Proben- und Aufnahmeräume, eine Sporthalle, einen Kletterraum sowie Siebdruck- und andere Werkstätten. All diese Gruppen organisieren sich eigenständig und treffen ihre Entscheidungen unabhängig voneinander. Somit bilden wir gemeinsam die Køpi – einen der größten selbstorganisierten Freiräume im Zentrum Berlins. Leider ist auch das eine Folge der fortschreitenden Gentrifizierung und der Räumung vieler anderer linker Projekte. Auch Køpi musste sich zahlreicher Räumungsandrohungen widersetzen. Die letzte Drohung blieb leider nicht bei einer, sondern wurde umgetsetzt. Die Räumung des Køpiplatzes lässt uns bis heute schwer erschüttert zurück.
Doch obwohl unsere Gemeinschaft dadurch auseinandergerissen wurde, bestehen wir weiter – und hoffen, noch viele Jahre bleiben zu können.
Wir haben viele Jahre damit verbracht, unser Projekt aufzubauen. Wir haben uns dazu entschieden, auf eine Weise zu leben und zu organisieren die sich den normalen Standards des Stadtlebens widersetzt. All das haben wir aus eigener Kraft geschaffen und erhalten, ohne jemals einen Cent vom Staat oder anderen Institutionen in Anspruch zu nehmen. Es brauchte viel Zeit und Hingabe all dieses zu Erschaffen – und wir setzen Tag für Tag unsere ganze Energie dafür ein, diesen Ort zu erhalten und weiterzuführen.
Solidarität ist unsere Waffe,
der Kampf um unser Zuhause geht weiter!
